Lagrange, Joseph-Louis
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Name: Joseph-Louis Lagrange
Geboren: 1736 in Turin (Italien)
Gestorben: 813 in Paris
Lehr-/Forschungsgebiete: Analysis, analytische Mechanik, Variationsrechnung, Theorie der komplexen Funktionen , Gruppentheorie, Geometrie, Infinitesimalrechnung, Astronomie
Joseph-Louis Lagrange war ein bedeutender Mathematiker, Physiker und Astronom des 17. und 18. Jahrhunderts. Seine Arbeiten begründeten die Gruppentheorie und waren wegweisend für die analytische Mechanik und die Variationsrechnung. Zahlreiche Entdeckungen auf diesen und anderen Wissenschaftsgebieten tragen seinen Namen, unter anderem der Lagrange-Formalismus, die Lagrange-Funktion, die Euler-Lagrange-Gleichung, die Lagrange-Punkte, der Lagrange-Multiplikator, der Vier-Quadrate-Satz von Lagrange und der Satz von Lagrange.
Leben
Joseph-Louis Lagrange wurde 1736 im italienischen Turin als Giuseppe Ludovico Lagrangia geboren. Er studierte und lehrte zunächst in seiner Heimatstadt bis er 1766 dem Ruf Friedrichs des II. folgte und in Berlin Nachfolger Leonhard Eulers als Direktor der Preußischen Akademie der Wissenschaften wurde. 1787 ging er auf Einladung König Ludwigs XVI. nach Paris an die dortige Akademie der Wissenschaften. Auch im revolutionären Frankreich blieb Lagrange ein angesehener Wissenschaftler und sein Ruhm steigerte sich noch. Unter Napoleon wurde er zum Grafen und Senator von Frankreich ernannt. Lagrange starb 1813 in Paris.
Beiträge zu Mathematik, Astronomie und Physik
Lagrange lieferte zahlreiche wichtige Beiträge zur Mathematik, Astronomie und zur Physik. Unter anderem begründete er die analytische Mechanik und war wegweisend für die Variationsrechnung. In diesem Zusammenhang formulierte er den Lagrange-Formalismus, die Lagrange-Funktion und die Euler-Lagrange-Gleichung.
Nach Lagrange benannte Resultate
Weitere nach Lagrange benannte Resultate sind der Vier-Quadrate-Satz von Lagrange, die Lagrange-Punkte, der Lagrange-Multiplikator und der Satz von Lagrange. Der Vier-Quadrate-Satz besagt, dass man jede natürliche Zahl als Summe von höchstens vier Quadratzahlen ausdrücken kann. Als Lagrange-Punkte bezeichnet man die Gleichgewichtspunkte des eingeschränkten Dreikörperproblems der Himmelsmechanik. Die Methode der Lagrange-Multiplikatoren wird zur Lösung von Optimierungsproblemen mit Nebenbedingungen verwendet. Der Satz von Lagrange besagt, dass die Ordnung jeder Untergruppe einer endlichen Gruppe deren Ordnung teilt. Der Satz wird heute der Gruppentheorie zugerechnet, fu?r die man Lagrange als Vorreiter ansehen kann.
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