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Pythagoras von Samos

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Name: Pythagoras von Samos

Geboren: um 570 v. Chr. auf der Insel Samos (Griechenland)

Gestorben: um 500 v. Chr. in Metaponto (heutiges Italien)

Lehr-/Forschungsgebiete: Geometrie, Astronomie, Zahlentheorie

Pythagoras war ein antiker griechischer Philosoph, Mathematiker und Gründer einer einflussreichen religiös-philosophischen Bewegung, der so genannten Schule der Pythagoreer. In der Mathematik verbindet sich sein Name in erster Linie mit dem Satz des Pythagoras, auch wenn Pythagoras wahrscheinlich nicht selbst der Entdecker des Satzes war. Das Erbe Pythagoras ist umstritten: die einen sehen in ihm einen Pionier der Naturwissenschaft und Mathematik, die anderen betonen den mystischen Charakter seiner religiös-philosophischen Lehren.

Leben

Alles, was man über Pythagoras weiß, stammt aus späteren, sich teilweise widersprechenden Quellen, die eine objektive Darstellung und die Bewertung seiner Lehren erschweren. Pythagoras wuchs auf der griechischen Insel Samos auf. Er studierte die Lehren des Thales, des Anaximander und des Pherekydes von Syros, der als sein Lehrer gilt. Zu Studienzwecken reiste er nach Ägypten und soll dort einer Priesterschule beigetreten sein. 525 v. Chr. eroberten die Perser Ägypten und nahmen Pythagoras als Gefangenen mit nach Babylon. Bald nach seiner Rückkehr nach Samos ließ sich Pythagoras in Kroton nieder, einer griechischen Kolonie im Süden Italiens. Dort gründete er eine einflussreiche philosophische und religiöse Schule. Unter seiner Führung bildeten deren Mitglieder eine enge Gemeinschaft und verpflichteten sich auf eine bestimmte disziplinierte und bescheidene Lebensweise. Sie beschäftigten sich vor allem mit Zahlenlehre. Der Einfluss der Pythagoreischen Schule auf die Politik in Süditalien führte zu Konflikten zwischen der Gemeinschaft und der Bürgerschaft Krotons. Pythagoras übersiedelte daraufhin nach Metaponto, wo er um 500 v. Chr. starb.

Die wissenschaftlichen Beiträge des Pythagoras und der Pythagoreer

Von Pythagoras' eigenen Beiträgen zur Mathematik ist wenig bekannt. In vielen Fällen ist anzunehmen, dass ihm zugeschriebene Erkenntnisse auf seine Schüler zurückgehen. Der nach ihm benannte Satz des Pythagoras war ägyptischen, babylonischen oder indischen Mathematikern schon vor ihm bekannt gewesen. Er besagt, dass die Fläche eines Quadrats über der Hypotenuse eines rechtwinkligen Dreiecks der Flächensumme der Quadrate der beiden anderen Seiten entspricht (\(a^2 + b^2 = c^2\)).

Der Satz des Pythagoras ist ein Spezialfall des Kosinus-Satzes.

Die Pythagoreer entdeckten die irrationalen Zahlen und erweiterten die Kenntnisse über Proportionen. In der Musik konnten sie mathematische Sätze anwenden und veranschaulichen. Sie entdeckten, dass sich die Intervalle einer Tonleiter als Verhältnisse ganzer Zahlen ausdrücken lassen. Die so definierte Tonleiter wird als pythagoreische Stimmung bezeichnet. In der Astronomie waren die Pythagoreer die ersten, die die Erde als Kugel betrachteten und die harmonische Ordnung der Himmelskörper mit Hilfe ihrer Zahlenlehre zu erklären suchten. Pythagoras glaubte, dass durch die Bewegung der Himmelskörper entlang geordneter Bahnen eine "Sphärenmusik" entstünde.