Schweizer Mathematik-Olympiade

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Ein junges Unterfangen: die Schweizer Mathematik-Olympiade

Als Land und als Nation kann die Schweiz als Eidgenössische Republik auf eine stolze und lange Geschichte zurückblicken. Stolz kann sie auch auf ihre Schweizer Mathematik-Olympiade sein – nur, dass deren Geschichte noch nicht allzu lang ist. Das wird sich mit jedem neuen Jahr ändern. Denn wenn die Schweizer Mathematik-Olympiade auch erst im Jahr 2004 gegründet wurde, so erfreut sie sich doch kontinuierlich zunehmender Teilnehmerzahlen und hat somit ein Garant auf eine erfolgreiche Zukunft.

Dass die Schweizer Mathematik-Olympiade noch recht jung ist, heißt nicht, dass es vor 2004 keine Schweizer gegeben hat, die an der Internationalen Mathematik-Olympiade (IMO) teilgenommen haben. Im Gegenteil. Schweizer hochbegabte Mathematiker messen sich seit knapp zwei Jahrzehnten auf der IMO – selten übrigens mit so viel Erfolg wie bei der diesjährigen 50. IMO, die in Bremen ausgetragen wurde. Das Schweizer Team errang dabei gleich drei bronzene Medaillen und zwei “honorable mentions”. Doch zurück zum Thema. Es waren erfolgreiche ehemalige IMO-Teilnehmer, die schließlich vor einigen Jahren die Initiative ergriffen und für ihr Land eine eigene Olympiade ins Leben riefen.

Durch die Schweizer Mathematik-Olympiade Kontakte lebendig halten und Nachwuchs fördern

Hintergrund für die Gründung der Schweizer Mathematik-Olympiade war nicht nur, den mathematischen Nachwuchs der Schweiz optimal auf die nächsten IMO vorzubereiten. Vielmehr wollten die Teilnehmer der letzten Jahre auch untereinander in Kontakt bleiben und ihre Erfahrungen möglichst nutzbringend weitergeben. Was lag da näher, als eine eigene Organisation zu gründen, die in der Schweiz übrigens als Verein namens “imosuisse” bekannt ist.

“Imosuisse” unterhält eine entsprechend junge, sehr klar strukturierte Website, auf der sich interessierte junge Leute auch schon mal einen Eindruck verschaffen können, welches Niveau bei Wettbewerben gefordert ist. Aufgaben aus früheren Jahren werden hier veröffentlicht und auch die Lösungen können eingesehen werden. Interessant ist, dass bei den Informationen der Schweizer ausnahmsweise auch einmal näher auf das Rahmenprogramm eingegangen wird, das mit den nationalen und internationalen Wettbewerben einhergeht. Aus dem eigenen Erleben wissen die Vereinsmitglieder, wie aufregend und spannend es ist, mehrere Tage mit Gleichaltrigen in einem fremden Land zu verbringen. Im nächsten Jahr zum Beispiel geht es für die IMO in ein Land, das vielen gänzlich unbekannt sein wird. Die olympischen Mathe-Mannschaften rechnen dann in Astana, der Hauptstadt Kasachstans, für Medaillen und nationale Ehre.

Für die Schweizer Mathematik-Olympiade gibt es klar strukturierte Auswahlverfahren

Die Schweizer Mathematik-Olympiade ist das Auswahlverfahren für die IMO. Diese Auswahl findet anhand von zwei Runden statt. In der sogenannten Vorrunde treffen sich die Interessenten an einem Samstag und werden bei parallel in Zürich und Lausanne ausgerichteten Veranstaltungen auf die Vorrundenprüfung vorbereitet. Hochrangige Mathematiker führen dabei in verschiedene komplexe Themenkreise der Mathematik ein, bzw. vertiefen sie. Die jungen Teilnehmer, allesamt Schüler, können sich auch ganz praktisch bereits an der Lösung komplexer Aufgaben versuchen. Jeweils im Januar findet dann die Vorrundenprüfung statt. Danach bleiben 25 Kandidaten übrig.

Sie messen sich anschließend in der Finalrunde. Auch dabei geht es zunächst um weiterführende mathematische Kenntnisse und die Lösung kniffliger Probleme. Die eigentliche Finalrundenprüfung wird jeweils Ende März vorgenommen und ist der Höhepunkt eines Lagers, zu dem sich die Finalisten treffen. Aus den Siegern dieser Prüfung werden anschließend diejenigen ausgesucht, die die Nationalmannschaft der Schweiz für die IMO und für die MEMO, die Mitteleuropäische Mathematik-Olympiade, vertreten.

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