Wiles, Andrew

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Name: Andrew Wiles

Geboren: 1953 in Cambridge

Gestorben: -

Lehr-/Forschungsschwerpunkte: Zahlentheorie

Andrew Wiles ist ein britischer Mathematiker, der 1953 geboren wurde. Seine berühmteste Leistung ist der Beweis des großen fermatschen Satzes aus dem Jahr 1993. Dieser gelang ihm mit Hilfe seines Schülers Richard Taylor über den Beweis des Taniyama-Shimura-Theorems. Der Zahlentheoretiker Wiles bewies außerdem zusammen mit Barry Mazur die Hauptvermutung der Iwasawa-Theorie. Wiles wurde mit zahlreichen wissenschaftlichen Auszeichnungen geehrt und lehrt derzeit an der Universität Princeton.

Leben

Sir Andrew John Wiles wurde 1953 in Cambridge (England) geboren. Schon während des Schulbesuchs wurde sein Interesse an Fermats Großem Satz geweckt, den er später mit Hilfe seines Schülers Richard Taylor beweisen sollte. Er studierte Mathematik auf Bachelor in Oxford und promovierte 1980 in Cambridge mit einer Arbeit über Reciprocity laws and the conjecture of Birch and Swinnerton-Dyer (deutsch: Reziprozitätsgesetze und die Vermutung von Birch und Swinnerton-Dyer). Nach einem Aufenthalt im Institute for Advanced Studies wurde er 1981 Professor an der Universität Princeton. Dorthin ist er inzwischen zurückgekehrt, nachdem er Mitte der 80er Jahre  am Institut des Hautes Etudes Scientifiques und der Ecole Normale Supérieure wirkte und Ende der 80er Jahre eine Forschungsprofessur in Oxford innehatte. Er ist Mitglied der Royal Society und der US National Academy of Sciences. Wiles erhielt zahlreiche wissenschaftliche Auszeichnungen. Obwohl er 1994 den großen fermatschen Satz bewies, wurde er allerdings nicht mit der Fields-Medaille geehrt, die unter 40-jährigen vorbehalten ist. Im Jahr 2000 wurde er zum Ritter geschlagen.

Der Beweis des großen fermatschen Satzes

Andrew Wiles berühmteste Leistung ist der Beweis des großen fermatschen Satzes, der über 300 Jahre unbewiesenen Vermutung Pierre de Fermats, dass die Gleichung \(an + bn = cn\) für ganzzahlige a, b, c ungleich 0 und natürliche Zahlen \(n > 2\) keine Lösung hat. Der umfangreiche, fast 100 Seiten lange Beweis gelang ihm nach sieben Jahren geheimer Forschungsarbeit 1993, indem er die Modularität einer großen Klasse von elliptischen Kurven zeigen konnte (Taniyama-Shimura-Theorem). Dieser Zusammenhang zwischen Taniyama-Shimura-Theorem und der Vermutung Fermats war ein Jahrzehnt zuvor bereits von anderen Mathematikern bemerkt worden.

Wiles bewies außerdem 1984 zusammen mit Barry Mazur die Hauptvermutung der Iwasawa-Theorie für die rationalen Zahlen und erweiterte den Beweis später auf alle total reellen Körper.

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