Regiomontanus

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Name: Regiomontanus

Geboren: 1436 in Königsberg (Unterfranken)

Gestorben: 1476 in Rom

Lehr-/Forschungsgebiete: Astronomie, Trigonometrie

Regiomontanus war ein Mathematiker, Astronom und Verleger des Spätmittelalters. Seine astronomischen Berechnungen dienten Seefahrern wie Columbus als Navigationshilfe und beeinflussten spätere Wissenschaftler wie Copernicus oder Galilei. In der Mathematik gilt Regiomontanus als Wegbereiter der modernen Trigonometrie.

Leben

Johannes Müller, der sich später nach seiner Geburtstadt Regiomontanus nannte, wurde 1436 im unterfränkischen Königsberg geboren (Regiomontanus ist lateinisch und bedeutet „Königsberger“). Als 11-jähriger immatrikulierte er sich an der Universität Leipzig und ging drei Jahre später zum Studium nach Wien. Dort studierte er bei dem Astronomen und Mathematiker Georg von Peuerbach. Ab 1461 lebte er auf Einladung des Kardinals Bessarion in Rom. Dort arbeitete er an einer Übersetzung des Almagest, einem Hauptwerk der antiken Astronomie aus der Feder des Claudius Ptolemäus. Nach einem Forschungsaufenthalt in Budapest zog er 1471 nach Nürnberg und eröffnete dort eine Druckerei und eine Sternwarte. 1475 ging er abermals nach Rom, um auf Einladung von Papst Sixtus IV. eine Kalenderreform vorzubereiten. Dort starb Regiomontanus  ein Jahr später an einer Infektion oder Seuche.

Beiträge zu Mathematik und Astronomie

Trotz seines frühen Todes hat Regiomontanus zahlreiche mathematische und astronomische Schriften hinterlassen, die die europäische Wissenschaft nachhaltig beeinflussten, zum Beispiel durch ihre Wirkung auf Nicolaus Copernicus und Galileo Galilei. Die von Regiomontanus durchgeführten und veröffentlichen astronomischen Berechnungen wurden zu wichtigen Hilfsmitteln für Seefahrer wie Christoph Kolumbus. In der Mathematik gilt er als Wegbereiter der modernen Trigonometrie. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit wurde Regiomontanus auch als Astrologe tätig. Er erschuf außerdem eine Reihe von Messinstrumenten und astronomischen Geräten.

 

Bildquelle: Wikipedia

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