Khayyām, Omar

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Name: Omar Khayyām

Geboren: um 1048 in Nischapur (Iran)

Gestorben: 1123 Nischapur 

Lehr-/Forschungsgebiete: Algebra, Geometrie, Astronomie

Omar Khayyām war ein persischer Astronom und Mathematiker, Dichter und Philosoph. Er lebte im 11. und 12. Jahrhundert. In der Mathematik nahm er Teile der nicht-euklidischen Geometrie vorweg, löste kubische Gleichungen und studierte als einer der ersten das Pascalsche Dreieck. Als Astronom berechnete er äußerst exakte kalendarische Werte, die im Iran noch heute die Grundlage der Zeitrechnung bilden.

Leben

Qiyath al-Din Abu Alfateh Omar Ibn Ibrahim Khayyam, genannt Omar Khayyām wurde 1048 in der persischen Region Chorasan (heute Iran) geboren. Der Seldschukenfürst Malik Schah I. beauftrage ihn mit dem Bau eines Observatoriums. Omar Khayyām verstarb im Alter von 75 Jahren in seiner Heimatstadt Nischapur. Seine bekanntesten mathematischen Abhandlungen befassen sich mit Algebra und Geometrie und gelangten im Mittelalter über Spanien nach Europa. Noch berühmter allerdings wurde Omar Khayyām im Europa des 19. Jahrhundert als Dichter und Philosoph durch Übersetzungen seiner Verse in europäische Sprachen.

Beiträge zur Mathematik

Omar Khayyām fand die Lösungen kubischer Gleichungen, ihre Wurzeln, auf geometrischem Weg durch den Schnitt von Kegelschnitten. Er studierte die dreieckige Anordnung der Binomialkoeffizienten, die im Westen durch Blaise Pascal mehrere Jahrhunderte später als Pascalsches Dreieck bekannt wurde. Im Iran wird das Dreieck daher nach seinem früheren Entdecker Chayyām-Dreieck genannt. Mit seinem kritischen Kommentar zu den Postulaten Euklids nahm er Teile der späteren Entwicklung der nicht-euklidischen Geometrie vorweg.

Khayyāms exakter Kalender

Als Astronom wird Omar Khayyām vor allem für seine kalendarischen Berechnungen gewürdigt. Sein Kalender, der exakter ist als der spätere Gregorianische Kalender, bildet noch heute die Grundlage für die Zeitrechnung im Iran.

 

Bildquelle: Wikipedia

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