Al-Kashi

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Name: Al-Kashi

Geboren: 1380 in Kaschan (im heutigen Iran)

Gestorben: 1429 in Samarkand (im heutigen Usbekistan)

Lehr-/Forschungsgebiete: Astronomie, Trigonometrie, Zahlentheorie

Al-Kashi war ein persischer Arzt, Mathematiker und Astronom, der von 1380 bis 1429 lebte. Besonders bekannt ist er für die Formulierung des Kosinussatzes und die Näherung der Kreiszahl Pi auf 16 Dezimalstellen.

Leben

Ghiyath ad-Din Dschamschid bin Masʿud bin Muhammad al-Kashi – oder kurz Al-Kashi – wurde um 1380 in Kaschan im heutigen Iran geboren. In jungen Jahren arbeitete Al-Kashi zunächst als Arzt, widmete sich aber allmählich mehr und mehr der Mathematik und der Astronomie. Dies wurde möglich, indem die Herrschaft in der zentralasiatischen Region Transoxanien vom kriegerischen Eroberer Timur Lenk auf dessen Sohn Shah Rukh überging. Unter Shah Rukhs Sohn Ulugh Beg wiederum erlebte die Wissenschaft eine Blütezeit, an der Al-Kashi besonderen Anteil haben konnte, als Ulugh Beg, selbst begeisterter Wissenschaftler, ihn an seine Hochschule in Samarkand berief und an Konzeption und Bau des berühmten Ulug Begs Observatoriums beteiligte. Kurz nach Vollendung der Bauarbeiten am Observatorium starb Al-Kashi 1429 in Samarkand.

Beiträge zu Mathematik und Astronomie

Al-Kashi erstellte ein astronomisches Tafelbuch Khagani Zij (deutsch etwa „Tafeln des Khans“), das auch Formeln für die Transformation von ekliptikalen zu äquatorialen Koordinaten und Tafeln trigonometrischer Funktionen enthielt. Er berechnete den Sinus von 1° mit hoher Genauigkeit und näherte das Doppelte der Kreiszahl Pi auf 16 richtige Dezimalstellen, 9 Stellen mehr als der damalige „Rekordhalter“ Zu Chong-Zhi aus China. Der Name Al-Kashis verbindet sich außerdem mit dem Kosinussatz, den er explizit formulierte. In Frankreich wird der Kosinussatz ihm zu Ehren daher Al-Kashi-Theorem genannt.

 

Bildquelle: Wikipedia

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